Am Rande der Pressekonferenz klönte Bildungssenator Ties Rabe mit Schülern des Gymnasiums Altona. Foto: Michael Reichmann

Digital Learning Lab:
Neue Webplattform für Hamburger Lehrerinnen und Lehrer

Digitalisierung treibt Hamburg nicht erst seit gestern um. So hat die Hansestadt lange vor dem Digitalpakt zwischen Bund und Ländern damit begonnen, die IT-Infrastruktur der Schulen auszubauen. Mit Erfolg: In Sachen WLAN, Tablets und digitalen Whiteboards macht Hamburg so leicht keiner etwas vor. In der nächsten Phase geht es jetzt an den Unterricht. Das Ziel von Bildungssenator Ties Rabe ist, dass „in jedem Schulfach digitale Medien wie Tablets, Computer oder Smartphones genauso selbstverständlich genutzt werden wie Arbeitsheft und Schulbuch.“ Der nächste Schritt: Gestern wurde die gemeinsam mit der Joachim Herz Stiftung und der Technischen Universität Hamburg entwickelte Webplattform digital.learning.lab ans Netz gebracht.

Unter „https://digitallearninglab.de“ können Hamburger Lehrkräfte ab sofort digitale Unterrichtsbausteine herunterladen und sofort für Deutsch, Mathe und Co. einsetzen. Der Clou dabei: Alle digitalen Medien im digital.learning.lab sind sogenannte Open Educational Ressources (OER). Das heißt, Unterrichtsbausteine und -materialien können nicht nur sofort eingesetzt werden, sondern auch für individuelle Zwecke angepasst, weiterentwickelt und dann sogar unter derselben OER-Lizenz neu veröffentlicht werden. Die Webplattform startet ihren Praxisbetrieb zunächst mit 60 digitalen Unterrichtsbausteinen. Die Materialen zu zahlreichen Themen in allen Fächern wurden von 30 Hamburger Lehrkräften in den letzten Monaten entwickelt. Neben den Unterrichtsbausteinen gibt es auf der Plattform zudem eine Toolbox mit passenden Unterstützungsangeboten sowie aktuelle Forschungsergebnisse und Trends. Damit können Hamburgs Lehrkräfte und Schüler ab sofort im Unterricht immer öfter auch zu Tablet, Smartphone und Laptop greifen.

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Hamburg erfindet die „Meisterprämie“:
1.000 Euro für jeden neuen Abschluss

Hamburg setzt ein Signal für die Gleichwertigkeit von Beruf und Studium: Absolventen der Meisterprüfung und vergleichbarer Aufstiegsfortbildungen sollen künftig mit einer Prämie von 1.000 Euro belohnt werden. Insgesamt sechs Millionen Euro stellt die Stadt hierfür in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung, mindestens 4.000 Fachkräfte werden voraussichtlich von der neuen „Meisterprämie“ profitieren. Der Senat will mit dieser Maßnahme schrittweise den beruflichen Aufstieg finanziell an das Studium angleichen. Bislang gibt es erhebliche Unterschiede.

Zwar können angehende Meister und Fachwirte in gleicher Höhe wie Studenten Bafög beziehen. Während jedoch das Studium weitgehend kostenlos ist, werden bei Meisterkursen und vergleichbaren Aufstiegsfortbildungen hohe Kursgebühren und oft auch noch hohe Materialkosten fällig. Bildungssenator Ties Rabe: „Wir wollen Studium und berufliche Weiterbildung Schritt für Schritt gleichstellen. Solange die auf Bundesebene versprochenen Verbesserungen auf sich warten lassen, wird Hamburg aus eigener Kraft für mehr Gerechtigkeit sorgen.“ Tatsächlich hatten sich Rabe und der frühere Bürgermeister Olaf Scholz bereits bei den Verhandlungen über den Koalitionsvertrag auf Bundesebene dafür eingesetzt, dass die Bundesregierung künftig die Kursgebühren übernimmt – bislang ohne Erfolg.

Die neue Prämie erhalten alle, die die Weiterbildung erfolgreich abschließen und deren Wohnsitz oder Arbeitsplatz in Hamburg liegt. Der Senat rechnet mit bis zu 2.000 anspruchsberechtigten Absolventen pro Jahr. Beantragung und Verfahren erfolgen ab dem 1. Januar 2019 über die Geschäftsstelle Meisterprämie der Handwerkskammer, meisterpraemie@hwk-hamburg.de.

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Mehr Geld für Hamburgs Privatschulen:
Stadt erhöht jährliche Zuschüsse um acht Millionen Euro

Etwa zehn Prozent aller Hamburger Kinder und Jugendlichen besuchen eine Privatschule. Für diese rund 20.000 Schülerinnen und Schüler gibt es jetzt eine gute Neuigkeiten: Die Stadt hat die Zuschüsse für die Privatschulen um fünf Prozent erhöht. 2018 und 2019 stehen damit jährlich rund acht Millionen Euro mehr zur Verfügung. Zusätzlich können die Privatschulen in den nächsten Jahren rund 25,5 Millionen Euro einmalige Investitionszuschüsse aus Bundes- und Landesprogrammen für die Verbesserung ihrer Schulen bekommen. Grundlage der staatlichen Zuschüsse sind die Schülerjahreskosten, die jedes Jahr für jede Schulform neu berechnet werden.

Größter Privatschulträger ist die katholische Kirche, deren bislang 21 Schulen von knapp der Hälfte aller Privatschüler besucht werden. Bekannt sind aber auch die evangelischen Bugenhagenschulen, die evangelische Wichern-Schule sowie die Waldorfschulen. Hamburgs Privatschulen erhalten von der Hansestadt seit 2011 einen Zuschuss in Höhe von rund 85 Prozent der Kosten des staatlichen Schulsystems. In den Jahren davor war der Anteil deutlich geringer. Die fehlenden 15 Prozent im Vergleich zu den staatlichen Kosten decken Privatschulen durch Elternbeiträge oder preiswertere Organisationsstrukturen, beispielweise größere Schulklassen, ab.

Bildungssenator Ties Rabe: "Wir finanzieren die Privatschulen im Bundesvergleich mit rund 150 Millionen Euro jährlich auch deshalb so hervorragend, damit die Elternbeiträge sozial verträglich bleiben, 200 Euro pro Monat nicht überschreiten und Stipendien für Schülerinnen und Schüler aus allen sozialen Schichten vergeben werden. Diese dauerhafte Finanzierung wird jetzt noch einmal aktualisiert und deutlich erhöht."

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Beim Jubiläumsfest wurde kräftig gesungen. Foto: Michael Reichmann

Grundschule Öjendorfer Damm feierte ihr 50-jähriges Jubiläum

Auf einer idyllischen Wiese am Rande des Öjendorfer Parks, in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Sees, wurde 1968 die Grundschule Öjendorfer Damm gegründet. Heute, 50 Jahre später, ist die Schule immer noch eine grüne Oase in Jenfeld. Mit den Projekten im Schulgarten und auf der wilden Ziegenwiese lässt sich hier die Pflanzen- und Tierwelt ganz direkt erfahren und hautnah entdecken. Gleichzeitig gehört die Schule zu den Vorreitern in Sachen Technik: War sie doch vor über zehn Jahren die erste Grundschule Hamburgs, die in allen Klassen die Kreidetafeln abgeschafft hat und seitdem mit vernetzten, interaktiven Whiteboards arbeitet. Schon Anfang des neuen Jahrtausends gab es hier einen Computerraum und Schülerrechner.

Am vergangenen Freitag feierte das Kollegium der Schule gemeinsam mit Eltern, Schülern und Weggefährten das 50-jährige Jubiläum. Unter den Gästen war auch Bildungssenator Ties Rabe, der als Jubiläumsgeschenk ein junges Obstbäumchen - eine japanische Kirsche - mitbrachte und diese sogar gleich im Schulgarten einpflanzte. "Bei all der Technik, die heute ein selbstverständlicher und unerlässlicher Teil der Schulbildung ist, freue mich sehr, dass die Schule Öjendorfer Damm genauso viel Wert auf den Kontakt zur Natur legt", so Rabe. Die dreizügige Schule mit aktuell 224 Schülerinnen und Schülern ist eine offene Ganztagsschule und Schwerpunktschule Inklusion.

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Foto: Hamburger Klimawoche

10. Hamburger Klimawoche: Noch Plätze frei!

Sich auf Forschungsexkursion ins Eismeer begeben, dem Klima der Erdgeschichte auf die Spur gehen, Märchen von Heldinnen im Kampf für die Natur lauschen oder einen Blick in die Zukunft der E-Mobilität wagen: Vom 24. bis 28. September können Hamburger Schulklassen und Kitagruppen beim kostenlosen Bildungsprogramm der 10. Hamburger Klimawoche mitmachen. Angeboten werden Exkursionen und Workshops rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Diese finden auf schwimmenden Klassenzimmern am Jungfernstieg oder im Spreehafen südlich der Elbe statt sowie an zahlreichen anderen interessanten Schauplätzen der Stadt. Kinder und Jugendliche können sich bei den Veranstaltungen aktiv einbringen, Bestehendes hinterfragen und beispielsweise beim Storytelling-Workshop ihre eigene Nachhaltigkeitsbotschaft filmisch verfassen. Schnelle Anmeldung lohnt sich, noch gibt es für einige Veranstaltungen freie Plätze. Lehrkräfte und Betreuer können online direkt über das Portal buchen: www.klimawoche.de/bildungsprogramm2018

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