Die Kinderbuchautorin und frischgebackene Ehrenbürgerin der Hansestadt Kirsten Boie hatte die Idee für "Buchstart 4 ½"
(Foto: © Michael Reichmann)
Kinderbuchautorin und frischgebackene Ehrenbürgerin der Hansestadt Kirsten Boie hatte die Idee für Buchstart 4 ½ (Foto: © Michael Reichmann)

Neues Projekt "Buchstart 4 ½": 18.600 Bücher für Hamburgs Viereinhalbjährige

Wenn jemand wie die Hamburger Kinderbuchautorin Kirsten Boie, seit vergangenem Jahr Ehrenbürgerin der Stadt, eine gute Idee hat, wird daraus schnell Realität: Drei große Fachbehörden und die fünf größten Stiftungen Hamburgs haben gemeinsam das Leseförderprojekt "Buchstart 4 ½" ins Leben gerufen, das auf einer Idee der erfolgreichen Autorin beruht. Darum geht’s: Anlässlich der Viereinhalbjährigen-Untersuchung, einem Pflichttermin anderthalb Jahre vor der Einschulung, gibt es künftig zur Belohnung eine Büchertasche. Flankiert wird das Buchgeschenk von einem "Geschichten-Schatzsucher-Tag" und einem pädagogischen Begleitprogramm. Kirsten Boie: "Gerade Kinder, deren Familien weder Bücher kaufen noch vorlesen, bekommen durch das Buchgeschenk und das Begleitprogramm in Kitas und Vorschulen eine enorme Unterstützung. Darum bin ich sehr glücklich über Buchstart 4 ½. Hamburg ist hier bundesweit wieder einmal Vorreiter!"

Beim ersten Vorstellungsgespräch in der Schule wird ermittelt, ob die Kinder altersgemäß entwickelt sind, insbesondere in sprachlicher Hinsicht. Bei ausgeprägtem Sprachförderbedarf werden die Kinder zum Besuch einer Vorschulklasse verpflichtet und erhalten vorschulische Sprachförderung. Der Vorstellungstermin ist für Eltern und Kinder ein bedeutsamer Termin auf dem Weg von der Kita in die Schule - Buchgeschenk und pädagogische Hinweise werden in diesem Umfeld intensiv wahrgenommen. Zur Vertiefung des Buchstart-Effekts folgt jeweils im Frühjahr der "Geschichten-Schatzsucher-Tag" in den Kitas, bei dem die Geschichten aus dem Buchstart-Buch aufgegriffen werden. Parallel dazu werden jährlich 50 Pädagogen aus Kita und Vorschule in drei halbtägigen Fortbildungen zur "Buchstart-Lesewelt in Kita und Vorschule" geschult.

Mit dem neuen Projekt "Buchstart 4 ½" wird das Motto des seit 2007 erfolgreichen ersten Buchstart-Programms fortgeführt, bei dem alle Einjährigen anlässlich der Vorsorgeuntersuchung U6 ein Buchgeschenk bekommen. Bildungssenator Ties Rabe: "Ich freue mich, dass ich mit dem Projekt 'Buchstart 4 ½' der Gesamtstrategie der Schulbehörde zur Förderung der Lesekompetenzen von Kindern und Jugendlichen ein weiteres Element hinzufügen kann. Wenn man nicht gut lesen kann, kann man auch nicht gut lernen – egal in welchem Fach. Dies gilt für alle Kinder Hamburgs, aber insbesondere für die Kinder mit ausgeprägtem Sprachförderbedarf." Das Projekt soll im kommenden Schuljahr 2020/21 starten und zunächst für drei Jahre laufen. Beteiligt sind Schul-, Sozial- und Kulturbehörde sowie die ZEIT-Stiftung, Körber-Stiftung, Joachim Herz Stiftung, Alfred Töpfer Stiftung und Claussen-Simon-Stiftung. Der Förderumfang beträgt 220.000 Euro pro Jahr.

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Spothalle der Stadtteilschule Horn
(Foto: © Jörn Heinrich)
Spothalle der Stadtteilschule Horn (Foto: © Jörn Heinrich)

Sportliches Hamburg: Bis 2027 werden 130 neue Sporthallen gebaut

Hamburg macht seinem Namen als "Active City" alle Ehre: Im Rahmen des milliardenschweren Schulbauprogramms des Senats entstehen in der Stadt in den nächsten sieben Jahren insgesamt 130 neue Sporthallen. Von den neuen Sportflächen profitieren neben dem Schulsport auch die Mitglieder der rund 800 Hamburger Sportvereine. Bildungssenator Ties Rabe: "Hamburg plant auf Basis des neuen Schulentwicklungsplans in den nächsten Jahren 44 neue Schulen zu gründen, verteilt über das ganze Stadtgebiet. Dadurch werden auch die Sporthallen-Kapazitäten der Stadt massiv ausgebaut. Schulen und Sportvereine werden davon profitieren, weil alle schulischen Sporthallen ab 17 Uhr den Sportvereinen zur Verfügung stehen – ein lange erprobtes und gut funktionierendes Modell."

Neben dem Neubau der Sporthallen ist außerdem die Sanierung von 149 bestehenden Anlagen geplant. Dabei soll die Entwicklung flexibler Bewegungsräume, die neben der Schulnutzung vielfältige sportliche Nutzungen durch die Vereine ermöglicht, noch stärker berücksichtigt werden als bisher. Zur Nutzung von Synergien wird zudem in den Sportstätten eine noch stärkere Verzahnung von Vereinssport und schulischer Ganztagsbetreuung anvisiert. Die teils unterschiedlichen Interessen der großen Anzahl verschiedener Nutzergruppen waren auch Anlass für die Gründung eines Nutzerbeirats Schulsportanlagen im vergangenen Jahr. Durch das Gremium konnte die Kommunikation und die Zusammenarbeit des organisierten Sports mit Politik und Verwaltung deutlich verbessert werden.

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Foto: © Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de)
Foto: © Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de)

Bürgerschaftswahl 2020: "Wahl-O-Mat" als Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler

Am 23. Februar ist Wahltag: Alle wahlberechtigten Hamburger dürfen an diesem Sonntag über die Zusammensetzung der Hamburgischen Bürgerschaft abstimmen. In der Hansestadt dürfen Jugendliche mitentscheiden, wer künftig im Rathaus das Sagen hat - das Mindestalter für die Bürgerschaftswahl liegt bei 16 Jahren. Für Schülerinnen und Schüler in den Hamburger Gymnasien, Stadtteilschulen und Berufsschulen ist das eine gute Gelegenheit, sich bereits im Vorfeld mit dem Thema Wahlen vertraut zu machen. Eine Möglichkeit ist der "Wahl-O-Mat" der Landeszentrale und der Bundeszentrale für politische Bildung. Gestern, genau vier Wochen vor der Wahl, wurde das Online-Tool freigeschaltet.    

Der Wahl-O-Mat zur Bürgerschaftswahl 2015 wurde 347.591 Mal genutzt und ist damit eines der erfolgreichsten Instrumente der politischen Bildung. Das interaktive Online-Angebot errechnet für die Nutzer mithilfe von 38 Thesen, welche der zur Wahl stehenden Parteien der eigenen politischen Position am nächsten stehen. Der Wahl-O-Mat ermöglicht insbesondere jungen Menschen, Politik auf eine leichte Weise zu verstehen, schafft Aufmerksamkeit für wichtige Wahlkampfthemen und stellt anhand konkreter Thesen Unterschiede zwischen den Parteien heraus. Parallel dazu erscheint ein analoger "Wahl-O-Mat zum Aufkleben", mit dem die Teilnehmer die 38 Thesen diskutieren und ihre Zustimmung oder Ablehnung durch das Anbringen von Klebepunkten zeigen. Das Tool soll vor allem in Hamburger Schulen zum Einsatz kommen.

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Foto: © schueler-helfen-leben.de
Foto: © schueler-helfen-leben.de

Gemeinsam Großes bewegen: Jetzt anmelden zum Sozialen Tag 2020

Rasen rollen gegen Rassismus, kochen für Kinderrechte oder Beats bauen für Bildung: Am Sozialen Tag tauschen Schülerinnen und Schüler bundesweit ihr Klassenzimmer für einen Tag gegen einen Arbeitsplatz und spenden ihren Lohn für einen guten Zweck. Der Erlös - rund eine Million Euro kommen jährlich am Sozialen Tag zusammen - kommt Jugend- und Engagement-Projekten für Gleichaltrige in Südosteuropa und Jordanien zugute. Für den nächsten Sozialen Tag am 18. Juni können sich interessierte Jugendliche ab sofort anmelden.

Der Soziale Tag wird jedes Jahr von sieben Freiwilligendienstleistenden organisiert. Auch das leitende Gremium der Organisation, Schüler Helfen Leben (SHL), besteht aus jungen Menschen zwischen 17 und 28 Jahren. In Hamburg haben seit dem ersten Sozialen Tag 1998 insgesamt 169 Schulen teilgenommen, Bürgermeister Peter Tschentscher unterstützt die Aktion durch seine Schirmherrschaft. Bundesweit wird mit 60.000 Teilnehmenden in ganz Deutschland gerechnet.

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Projektleiterin Annette Quinton (r.) unterstützt eine Schülerin im Tonstudio.
(Foto: © Annette Quinton )
Projektleiterin Annette Quinton (r.) unterstützt eine Schülerin im Tonstudio. (Foto: © Annette Quinton)

Projekt "Superklasse": Schüler singen, rappen und schauspielern für die Gesundheitsförderung

Schulische Gesundheitsprävention mit modernen Songs und Musikvideos? Das funktioniert schon seit 2009 im Projekt "Superklasse", einer Kooperation zwischen Techniker Krankenkasse, Schulbehörde und der Steg Hamburg. In einem sechswöchigen Prozess erarbeitet Projektleiterin Annette Quinton mit den teilnehmenden Klassen in kreativer Weise ein Gesundheitsthema – von der Idee zum fertigen Song mit passendem Videoclip. Quinton: "Die Schüler lernen so, ihre Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen und werden mit dem fertigen Produkt zu Botschaftern ihrer Anliegen."              

Zunächst klären die Schüler, was Gesundheit für sie bedeutet und was sie brauchen, um gesund aufzuwachsen. Daraus entwickelt die Klasse ein Thema und findet Lösungsansätze. Die Ideen verwandeln die Kinder und Jugendlichen dann in einen Song, den sie selbst im Tonstudio einsingen oder -rappen, woraus anschließend ein professionelles Musikvideo produziert wird. Durch den kreativen, musikalischen Umgang mit Gesundheitsthemen vermittelt das Projekt Wissen, fördert Kompetenzen und Talent und stärkt nebenbei auch noch das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen. Kein Wunder also, dass die "Superklasse" als Good Practice Projekt ausgezeichnet wurde. Wer mitmachen will, muss sich gedulden, die Nachfrage ist groß. Interessierte Klassen können sich per Mail (annette.quinton@projektsuperklasse.de) bewerben.

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Foto: © Sven Wied (Claussen-Simon-Stiftung)
Foto: © Sven Wied (Claussen-Simon-Stiftung)

Auslandsaufenthalte für Stadtteilschüler: Jetzt bewerben für das Projekt Zugvogel

Wer in fremde Länder reist, erweitert im wahrsten Sinne des Wortes seinen Horizont. Aber Reisen ist teuer: Flugtickets, Unterkunft und Verpflegung wollen bezahlt werden. Für viele Eltern ist ein mehrwöchiger Auslandsaufenthalt ihrer Sprösslinge unerschwinglich. Um das zu ändern, haben die Schulbehörde, die Claussen-Simon-Stiftung und der Verein Experiment 2018 das Förderprogramm "Zugvogel" ins Leben gerufen. Jedes Jahr bekommen 15 Jugendliche die Chance, kostenfrei vier bis sechs Wochen in europäischen Gastfamilien zu leben. Vom 27. Januar bis 23. Februar läuft die nächste Bewerbungsrunde.

Das Programm beinhaltet ein Stipendium für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen an Hamburger Stadtteilschulen. Denn an Stadteilschulen entscheiden sich Schüler deutlich seltener für Auslandsaufenthalte als an Gymnasien. Die Stipendiaten werden in Seminaren intensiv auf den Aufenthalt im Gastland vorbereitet, besuchen vor Ort die Schule und lernen das Alltagsleben in Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Irland oder Malta kennen. Die Sprachreisen finden im Herbst statt und beziehen die Hamburger Schulferien mit ein.

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Foto: © Don R. Wetter
Foto: © Don R. Wetter

"Frag den Rabe": Warum schenkt Hamburg allen Vierjährigen jetzt ein Buch, Herr Senator?

Mit unserer Rubrik "Frag den Rabe" wollen wir Schülern, Eltern, Lehrkräften, Mitarbeitern der Schulbehörde und allen anderen Bildungsinteressierten die Möglichkeit geben, Fragen rund um das Thema Schule und Bildung direkt an Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe zu richten. In dieser Woche beantwortet Rabe die Frage, warum die Stadt allen Vierjährigen jetzt ein Buch schenkt.

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Foto: © Wolke Woklettip
Foto: © Wolke Woklettip

Zahl der Woche

Unsere heutige Zahl der Woche ist die 11.000: So viele Lesezeichen gehen in diesen Tagen auf die Reise an alle Grund- und weiterführenden Schulen in Hamburg. Der bunte Begleiter für den Schulalltag soll auf das vielfältige Online-Angebot des Hamburger Bildungsservers» aufmerksam machen. Hier finden Lehrende und Lernende Unterrichtsmaterialien und –ideen für alle Hamburger Schulfächer und Aufgabengebiete sowie aktuelle Themenschwerpunkte.

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