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Kostenlose Ferienbetreuung zeigt Erfolg:
Anmeldezahlen um rund 32 Prozent angestiegen

Seit gut zwei Jahren können Kinder aus einkommensschwachen Familien die Ferienbetreuung an Schulen sechs Wochen lang kostenlos in Anspruch nehmen. Seit der Gebührenbefreiung für Familien, die staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld II beziehen, haben sich die Anmeldezahlen deutlich erhöht. Für das laufende Schuljahr 2018/19 haben sich bereits 8.315 Kinder, die nach dem Hamburger Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) leistungsberechtigt sind, für die Ferienbetreuung angemeldet – rund 32 Prozent mehr als noch im Schuljahr 2014/15. Insgesamt haben sich aktuell 31.536 Schüler für die Ferienbetreuung angemeldet (2014/15: 20.548 Kinder). Bereits jetzt ist absehbar, dass sich die Zahl bis zu den Sommerferien noch erhöhen wird. 

Anfang 2017 hatte die Hamburgische Bürgerschaft eine gebührenfreie Ferienbetreuung für Familien, die Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz beziehen, beschlossen. Aktuelle Zahlen zeigen jetzt, dass diese Änderung erfolgreich war: Vor Einführung der kostenlosen Ferienbetreuung im Schuljahr 2014/15 waren insgesamt 5.642 BuT-leistungsberechtigte Kinder angemeldet, im Schuljahr 2017/18 war deren Zahl bereits auf 8.167 Kinder angestiegen. Im laufenden Schuljahr 2018/19 ist die Zahl erneut gestiegen: Laut den vorläufigen Anmeldezahlen sind aktuell 8.315 Schülerinnen und Schüler, deren Eltern staatliche Transferleistungen erhalten, für eine Ferienbetreuung angemeldet.

Vor Einführung der kostenlosen Ferienbetreuung mussten Leistungsbezieher für maximal vier Wochen einen ermäßigten Satz von rund 70 Euro pro Kind bezahlen - mit dem Ergebnis, dass viele Kin-der die langen Sommerferien zuhause verbringen mussten, weil ihre Eltern sich die Ferienbetreuung nicht leisten konnten. Nach der Gebührenbefreiung im Jahr 2017 steht allen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket anspruchsberechtigten Kindern die Möglichkeit einer sechswöchigen kostenlosen Ferienbetreuung offen.  

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Ausschnitt aus dem Hauptfilm „Gemeinsam Klasse sein“. Screenshot: © BSB/ Techniker Krankenkasse

„Gemeinsam Klasse sein":
Anti-Mobbing-Projekt wurde komplett überarbeitet

Es kann auf dem Schulhof, dem Sportplatz oder im Internet passieren: Mobbing gehört zum Alltag an Deutschlands Schulen. Fast täglich werden Kinder schikaniert, ausgegrenzt und bedroht. Laut einer PISA-Untersuchung wurde 2017 fast jeder sechste 15-Jährige (15,7 Prozent) regelmäßig Opfer körperlicher oder seelischer Misshandlung durch Mitschüler. In Hamburg wurde deshalb bereits 2008 ein Konzept zur Mobbing-Prävention entwickelt: Der sogenannte „Anti-Mobbing-Koffer“, eine Sammlung mit Unterrichtsmaterialien und Filmen, ist bis heute an über 100 Hamburger Schulen und in 14 weiteren Bundesländern zum Einsatz gekommen. Jetzt wurde die Materialsammlung komplett überarbeitet. 

Kernstück des gemeinsam von der Beratungsstelle Gewaltprävention und Techniker Krankenkasse neu aufgelegten Projekts „Gemeinsam Klasse sein“ sind Bausteine für Projekttage für Jahrgang 5. Entstanden sind neue Filme und Erklärvideos, Gesprächsanlässe, Arbeitsblätter, Übungen und Rollenspiele rund um die Themen Mobbing und Cybermobbing. Die Schulen haben bei der Erstellung der neuen Filmmaterialien aktiv mitgewirkt. So wurde an der Ida Ehre Schule der neue Hauptfilm gedreht, an der Stadtteilschule Niendorf entstand ein Kurz-Clip zum Thema Cybermobbing. Produziert wurden der Clip und weitere Tutorials an der Beruflichen Schule für Medien und Kommunikation (BS 17). Aktuell stehen für die Produktion von Schulungsfilmen Dreharbeiten am Gymnasium Finkenwerder an.

Damit das neue Projekt nachhaltig an den Schulen umgesetzt werden kann, wird die Beratungsstelle Gewaltprävention ab dem Sommer im Rahmen von Fortbildungen schulische Ansprechpersonen qualifizieren. Diese können in ihrer Funktion als Multiplikatoren auf der neuen Onlineplattform (www.gemeinsam-klasse-sein.de) auf Schulungsfilme, Tipps zur Umsetzung und Hinweise zur Intervention zurückgreifen, um Mobbing und Cybermobbing auf vielen Ebenen entgegenzuwirken. Die Onlineplattform versteht sich dabei als wachsendes Angebot, welches auch zukünftig neue und angepasste Materialien anbieten wird. 

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Maßnahmen in der Erzieherausbildung greifen:
38 Prozent mehr junge Menschen in Ausbildung

Bundesweit werden Erzieherinnen und Erzieher gesucht. Auch in Hamburg ist durch den Ausbau der Krippen- und Ganztagsangebote der Bedarf an sozialpädagogischen Fachkräften gewachsen. Um die Zahl der dringend benötigten Nachwuchsfachkräfte zu erhöhen, haben Schulbehörde und Sozialbehörde gemeinsam einen Maßnahmenkatalog beschlossen. Diese Maßnahmen gelten seit dem Schuljahr 2017/18. Mit Erfolg, wie aktuelle Daten jetzt zeigen: Seit dem Schuljahr 2016/17 ist die Anzahl der Berufsanfänger in Erzieherberufen und Sozialpädagogischer Assistenz von 1.805 auf aktuell 2.495 gestiegen – das ist ein deutliches Plus von 38 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass auch die Zahl der Absolventen im Erzieherberuf in den nächsten Jahren steigen wird.

Bildungssenator Ties Rabe: „Um mehr junge Menschen für dieses interessante Berufsbild zu gewinnen, haben wir Abiturienten den Einstieg in die Erzieherausbildung erleichtert und öffnen gleichzeitig das sozialpädagogische Berufsfeld für weitere Gruppen.“ So können seit dem Schuljahr 2017/18 erstmals auch Schüler mit erweitertem Ersten Schulabschluss (SPA-ESA) eine Ausbildung beginnen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie ein halbes Jahr länger lernen und am Ende der Ausbildung die unverändert anspruchsvolle Abschlussprüfung bestehen. Gleichzeitig wurde für Absolventen mit Abitur oder Fachhochschulreife der Zugang zur Erzieherausbildung erleichtert. Sie können nun bereits nach einem viermonatigen Sozial-Praktikum – statt der bisher geforderten zwölf Monate – in die dreijährige Aus- oder Weiterbildung zum Erzieher einsteigen.

Absolventen des Beruflichen Gymnasiums der Fachrichtung Pädagogik & Psychologie oder der Fachoberschule mit Schwerpunkt Sozialpädagogik können zukünftig sogar direkt die verkürzte zweijährige Erzieherausbildung beginnen, ebenso Realschüler, die den Ausbildungsgang Sozialpädagogische Assistenz (SPA) absolviert haben. Darüber hinaus wurde für eine bessere finanzielle Absicherung der Azubis gesorgt. So können beispielsweise die integrierten Praxisphasen durch eine entgoltene Berufstätigkeit ersetzt werden. Außerdem wurde die Erzieherausbildung an allen staatlichen Fachschulen so umstrukturiert, dass angehende Erzieher eine Art „Bafög für Azubis“ erhalten können. Durch diese Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (AFBG) sind monatlich 708 Euro als Basisunterhalt möglich. All diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Anfängerzahlen insgesamt seit dem Schuljahr 2016/17 deutlich angestiegen sind.

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Ein Schüler hilft Senator Rabe beim Packen der Zeitkapsel. Foto: © Katrin Obermeit

Wilhelm-Gymnasium:
Grundsteinlegung für Neubau mit Sporthalle

Das traditionsreiche Wilhelm-Gymnasium in Harvestehude mit knapp 700 Schülerinnen und Schülern bekommt ein neues Fachklassengebäude mit einer wettkampftauglichen Sporthalle. Der architektonische Clou des Bauvorhabens: Um auf dem engen Grundstück am Klosterstieg Platz zu sparen, wird die Zweifeldsporthalle kurzerhand in die Erde eingegraben, die Fachräume entstehen U-förmig darüber. Rund 16,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Neubauten des humanistischen Gymnasiums, die Fertigstellung ist für den Herbst 2021 geplant. Gefeiert wird aber schon heute: Um 11 Uhr wird im Beisein von Bildungssenator Ties Rabe der Grundstein gelegt.

Der Neubau wird nach Ost-Westen ausgerichtet, genau wie die benachbarten Wohnhäuser, und erhält eine Rotklinkerfassade. Die beiden Enden des „U“-förmigen Klassenhauses sind den Sophienterrassen zugewandt, so dass das neue Gebäude die bestehenden Wohnhäuser nicht abriegelt. Der Ganztagsbereich und die Musikräume liegen unmittelbar am Haupteingang, was dem Wunsch der Schule nach Offenheit und Außendarstellung entspricht. Im Ostflügel sind über den Musikräumen im Erdgeschoss die Fachräume für den Kunstunterricht angeordnet, der Westflügel beherbergt die Räume für den allgemeinen Unterricht. Die naturwissenschaftlichen Fachräume befinden sich im Mitteltrakt.

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Screenshot: © https://www.instagram.com/schulbehoerde/

Der direkte Draht zum Schulsenator „Frag den Rabe“ –
Heute: Wer oder was ist eigentlich ein SEPL?

Vor ein paar Wochen haben wir unsere Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, uns ihre Fragen an Bildungssenator Ties Rabe zu schicken. Mit der neuen Rubrik „Frag den Rabe“ wollen wir Schülern, Eltern, Lehrkräften, Mitarbeitern der Schulbehörde und allen anderen Bildungsinteressierten die Möglichkeit geben, Fragen rund um das Thema Schule und Bildung direkt an den Senator zu richten. Unter der Vielzahl der Zuschriften haben wir heute die erste Frage ausgesucht: Wie funktioniert eigentlich ein Schulentwicklungsplan, kurz SEPL? In knapp einer Minute erklärt Rabe im Filmbeitrag, was hinter dem vier Milliarden schweren Ausbauprogramm für Hamburgs Schulen steckt.

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Screenshot: © ARD-Tagesthemen

Hamburgs Ausbildungsvorbereitung AvDual
in ARD-Tagesthemen gelobt

Die Ausbildungsvorbereitung an Hamburgs berufsbildenden Schulen „AvDual“  gilt bundesweit als vorbildlich. Dies bekräftigte jetzt ein Beitrag in den ARD-Tagesthemen als Teil der neuen Reihe #lösungsfinder. Die Serie stellt herausragende Ideen und Konzepte aus ganz Deutschland vor. Der Bildungsgang AvDual unterstützt noch schulpflichtige Jugendliche, die nach der Schule nicht unmittelbar Anschluss in Ausbildung finden. Das Kamerateam der Abendnachrichten begleitete für den Beitrag eine Hamburger AvDual-Schülerin zu ihrem Betriebspraktikum in einem Friseursalon. Zugleich besuchten die Reporter auch den Unterricht einer AvDual-Klasse. Beide Lernorte sind grundlegend für das Konzept des einjährigen Bildungsgangs: Die Schüler lernen und arbeiten an drei Tagen in der Woche in den Betrieben der Wirtschaft und an zwei Tagen in der Woche an den berufs-bildenden Schulen. Dabei werden sie durch Mentoren unterstützt. Rund 49 Prozent der Abgänger aus AvDual gelang 2018 der Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung.

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#WirsindZukunft:
Demokratiemesse für Kinder und Jugendliche

Die Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg lädt vom 19. bis 20. Juni zu einer Demokratiemesse ein. Unter dem Titel "#WirsindZukunft" können Kinder und Jugendliche, junge und ältere Erwachsene aktuelle Themen und Fragen politischer Bildung gemeinsam diskutieren und ihre Ideen, Konzepte und Projekte für die politische Jugend- und Demokratiebildung vorstellen. Planspiele und Messestände ermöglichen es den Teilnehmenden, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Aktive Mitwirkung oder erst einmal reinschnuppern - beides ist möglich und erwünscht. Wann und wo? Am Mittwoch von 8.30 bis 19.30 Uhr und am Donnerstag von 8.30 bis 18 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 4-6. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung bis zum 15.5.2019 online»

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Foto: © Claudia Pittelkow

Zahl der Woche

Unsere Zahl der Woche ist die 72. Staatsrat Rainer Schulz begrüßte am Donnerstag eine Delegation von Schülerinnen und Schülern aus der St. Petersburger "Schule 72" im Hamburger Rathaus. Die Jugendlichen aus der russischen Partnerstadt besuchen eine Woche lang mit ihren Austauschpartnern vom Gymnasium Lohbrügge Hamburger Unternehmen und Betriebe. In den Frühjahrsferien hatten die Hamburger St. Petersburg besucht.

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