von links nach rechts: Dr. Dorit Stenke (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Schleswig-Holstein), Schulsenator Ties Rabe (Hamburg), Ministerialdirektorin Gerda Windey (Ministerium für Kultur, Jugend und Sport, Baden-Württemberg), Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek (Direktor Mercator-Institut), Foto: © Michael Reichmann

Orthographie oder Orthografie? –
Auftakt der länderübergreifenden Rechtschreib-Kooperation

Egal ob mit „f“ oder „ph“, Orthografie - also richtiges Schreiben - ist neben Lesen eine der Schlüsselkompetenzen, die jedes Schulkind als Grundlage für das weitere Lernen schnell und gut beherrschen sollte. Wie aber bringt man Kindern richtiges Schreiben gut bei? Das war eine der Kernfragen der Fachtagung „Orthographie Lehren und Lernen an Grundschulen“ am letzten Freitag in Norderstedt. Das Besondere: Die Fachtagung war der Auftakt einer länderübergreifenden Kooperation zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Kooperationen wie diese sind in der föderalen Bildungslandschaft eher ungewöhnlich, in diesem Fall aber sinnvoll, schließlich gilt auch die deutsche Rechtschreibung länderübergreifend.

Für Hamburg ist die Zusammenarbeit auf jeden Fall ein Gewinn. Laut dem bundesweiten IQB-Bildungstrend 2016 kam in Hamburg jeder vierte Schüler auf die weiterführende Schule, ohne sicher schreiben zu können. Hamburg hatte bereits seit 2014 mit einer Reihe von Maßnahmen wie einem Basiswortschatz, zwei zusätzlichen Rechtschreib-Klassenarbeiten pro Schuljahr und der verbindlichen Korrektur von Rechtschreibfehlern im Unterricht reagiert. Mit Erfolg: Beim Vergleich der Schülerleistungen in Klasse 9 verbesserte sich Hamburg immerhin von Platz 15 auf Platz 14. Bildungssenator Ties Rabe ist mit diesen Ergebnissen aber noch lange nicht zufrieden. Rabe: „Trotzdem können und müssen wir hier noch viel besser werden - gerade auch im internationalen Vergleich. Deswegen ist es klug, wenn wir nicht in jedem Bundesland das Rad neu erfinden, sondern mit solchen länderübergreifenden Kooperationen von- und miteinander lernen.“ 

Übrigens mit „f“ oder „ph“ liegt man bei „Orthografie“ immer richtig, laut Duden geht nämlich beides.

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Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im Landesinstitut, Foto: © Christoph Berens
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im Landesinstitut, Foto: © Christoph Berens

„Frag den Schäuble“ –
Bundestagspräsident stellte sich kritischen Schülerfragen

Wolfgang Schäuble (CDU) hat nach dem Bundespräsidenten das zweithöchste Amt im Staat. Als Bundestagspräsident muss er sich oft kritische Fragen gefallen lassen - von Journalisten oder anderen Politikern. Auch schon mal von Schülerinnen und Schülern, so wie letzte Woche Donnerstag in der Aula des Hamburger Landesinstituts. Unter dem Titel: „Herausforderungen unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung – heute und morgen“ stellte sich der amtierende Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble den engagierten und zum Teil leidenschaftlichen Fragen von über 250 Schülerinnen und Schülern aus insgesamt 27 Hamburger Schulen. 

Die Schüler waren sehr gut vorbereitet und so ging es durchaus ans Eingemachte: „Warum liefert Deutschland Waffen an undemokratische Staaten?“, „Warum unterstützen Sie Friedrich Merz als nächsten Vorsitzenden Ihrer Partei?“ und „Welche Rolle spielt der Lobbyismus in der Bundespolitik?“ - das Themenspektrum war breit und manche Frage überraschend komplex, selbst für den routinierten Schäuble, der immerhin auf über 50 Jahre politisches Engagement zurückblicken kann. Zur Beantwortung blieb der vielbeschäftigte Bundestagspräsident dann sogar eine halbe Stunde länger als geplant. 

Schäubles Botschaft an die Jugendlichen war klar: „Die größte Gefahr für die Demokratie ist, wenn man sie als etwas Selbstverständliches hinnimmt. Deswegen müssen wir uns in ihr und für sie engagieren.“ Das ist in Hamburg längst angekommen: Den Vorwurf, die Jugend sei unpolitisch, müssen sich Hamburger Schülerinnen und Schüler jedenfalls nicht machen lassen. Das sah auch der 76jährige am Ende von zweieinhalb Stunden Fragenmarathon so. Schäuble: „Um den politischen Nachwuchs muss ich mir zumindest in Hamburg keine Gedanken machen.“

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Wettbewerbsfest im Rathaus, Foto: © Marzieh Telgenbüscher
Wettbewerbsfest im Rathaus, Foto: © Marzieh Telgenbüscher

Wettbewerbsfest im Rathaus – über 2.100 erfolgreiche Schülerinnen und Schüler geehrt

Beeindruckt, stolz und auch ein bisschen aufgeregt wirken die Erst- bis Sechstklässler, die sich heute um kurz vor 9 Uhr im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses eingefunden haben. Kein Wunder: Heute stehen sie hier im Rampenlicht. Bildungssenator Ties Rabe ehrt sie für ihre herausragenden Wettbewerbserfolge. Nach der Ehrung der kleinsten Gewinner dürfen die älteren Preisträger ihre Urkunden und Auszeichnungen in Empfang nehmen. 

Einmal im Jahr lädt die Bildungsbehörde die erfolgreichsten Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrkräften zum Wettbewerbsfest ins Hamburger Rathaus ein - und das schon seit 34 Jahren. „Was 1984 im kleinen Kreis mit Auszeichnungen für 60 Schülerinnen und Schüler begann, ist inzwischen zu einem großen Event im Festsaal des Rathauses geworden“, sagt Thomas Bressau, Referent für Wettbewerbe und Stiftungen. 

Ob Mathematik-Olympiade, Alsterufer-Turnier, Jugend forscht oder BERTINI-Preis – Schülerwettbewerbe haben in Hamburgs Schulen einen hohen Stellenwert. Über 80 Wettbewerbe aus ganz unterschiedlichen Bereichen motivieren Hamburgs Schülerinnen und Schüler immer wieder zu Höchstleistungen. 2.138 Siegerinnen und Sieger aller Altersklassen und Schulformen, die im zurückliegenden Jahr einen ersten Preis in einem Schülerwettbewerb auf Landesebene errungen oder auf Bundesebene besondere Leistung gezeigt haben, nehmen heute ihre Urkunden und Preise im Rathaus entgegen. Für Schülerinnen und Schüler, die besonders erfolgreich waren oder in mehreren Wettbewerben gewonnen haben, gibt es Nachwuchs- bzw. Sonderpreise. Zusätzlich können sich herausragende Lehrkräfte, die über die Jahre immer wieder junge Talente fördern und ermutigen, über eine Ehrung freuen.

Die Preisträger kommen aus 50 Grundschulen, 33 Stadtteilschulen, 59 Gymnasien, acht beruflichen Schulen, sechs Förderschulen und aus der Staatlichen Jugendmusikschule. Der jüngste Sieger ist in diesem Jahr ein Vorschüler aus der Katholischen Sophienschule, der am Europäischen Wettbewerb teilgenommen hat. Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!

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Die Schüler und Lehrer aus dem Projekt sustain.me der Julius-Leber-Schule, Foto: © Julius-Leber-Schule
Die Schüler und Lehrer aus dem Projekt sustain.me der Julius-Leber-Schule, Foto: © Julius-Leber-Schule

Nachhaltigkeit mit Lebensmittelresten –
Julius-Leber-Schule erhält eTwinning-Qualitätssiegel

Dass Nachhaltigkeit in aller Munde ist, haben jetzt Schülerinnen und Schüler der Julius-Leber-Schule in Schnelsen bewiesen. In ihrem Projekt „sustain.me“ entwickelten die 15 bis 21jährigen Jugendlichen Rezepte für leckere Gerichte aus Lebensmittelresten. Dabei setzten sie sich nicht nur mit ihrem Ess-, sondern auch mit dem eigenen Konsumverhalten kritisch auseinander. So fragten sie sich: Was kann ich selbst tun, um Ressourcen zu schonen, die Umwelt zu schützen und nachhaltiger zu wirtschaften? Und wie gelingt nachhaltiger Tourismus? Die Lösungen sind denkbar einfach: So nähten sie in einem „Upcycling-Workshop“ praktische Beutel aus getragener Kleidung, sammelten Anregungen für umweltverträgliches Reisen und erstellten sogar ein Nachhaltigkeitskonzept zur Abfallvermeidung in der schuleigenen Kantine. 

„Toll“, sagen Sie? Das fand auch die Jury des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz (KMK) und zeichnete die Schnelsener Stadtteilschule jetzt mit dem „eTwinning-Qualitätssiegel“ aus. Aber es wird noch toller: Über die webbasierte Plattform „eTwinning“ kooperierten die Hamburger Stadtteilschüler mit Partnerschülern in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien. Projektsprache war dabei natürlich Englisch - das ist gelebte Nachhaltigkeit auch in puncto Völkerverständigung und Fremdsprachenerwerb. Davon ist auch Bildungssenator Ties Rabe beeindruckt: „Die Schülerinnen und Schüler der Julius-Leber-Schule haben erfolgreich gezeigt, wie mit kreativen Ideen und im Austausch mit Gleichgesinnten anderer europäischer Länder ein nachhaltigeres Leben nicht nur in der Schule gestaltet werden kann. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.“

eTwinning ist Teil des EU-Programms Erasmus+ und wird von der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz gefördert. Aktuell sind rund 200.000 europäische Schulen bei eTwinning angemeldet. Sie nutzen die geschützte Plattform für ihre Projekte und werden von Nationalen Koordinierungsstellen durch Beratung, Fortbildung und mit Unterrichtsmaterialien unterstützt. Ziel des EU-Programms eTwinning ist die Vernetzung von Schulen und vorschulischen Einrichtungen in Europa, um partnerschaftlich gemeinsame Lernaktivitäten über das Internet und digitale Medien in den Unterricht zu integrieren. Einmal im Jahr vergibt der PAD das eTwinning-Qualitätssiegel für herausragende Schulpartnerschaften mit innovativen Unterrichtskonzepten.

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Screenshot digitallearninglab.de
Screenshot digitallearninglab.de

Neue Fortbildung zum digital.learning.lab online

Digitalisierung will gelernt sein - am besten natürlich mit einer Online-Fortbildung. Den Umgang mit dem neuen digital.learning.lab können Lehrkräfte ab sofort genauso lernen: Quasi in eigener Sache richtet sich der neue E-Learning-Kurs an alle Einsteiger in die Hamburger Plattform für digitale Unterrichtsmaterialien. Der Kurs hilft beim ersten Besuch des digital.learning.lab und erklärt mit Schritt-für-Schritt Anweisungen, kleinen Erklärfilmen (Tutorials) und Aufgaben anschaulich die Funktionsweise der Plattform. Und nach erfolgreicher Teilnahme gibt es sogar ein Zertifikat. Die Online-Fortbildung wurde zusammen mit der Joachim Herz Stiftung und dem Hamburger E-Learning-Anbieter Fobizz entwickelt.

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Foto: © www.colourbox.de
Foto: © www.colourbox.de

Unsere „Neuen“:
Hamburgs neue Schulleitungen und Stellvertretungen

Monat für Monat werden an Hamburgs insgesamt 374 staatlichen Schulen neue Schulleitungen und stellvertretende Schulleitungen ernannt. In der vergangenen Woche hat die Deputation der Schulbehörde fünf Vorschlägen für stellvertretende Schulleitungen an Grund- und Stadtteilschulen zugestimmt. Die neuen stellvertretenden Schulleitungen für den Grundschulbereich sind: Sylke Struck (Schule Krohnstieg in Langenhorn) und Dennis Herzig (Schule Schnuckendrift in Neugraben-Fischbek). Im Stadtteilschulbereich wurden Volker von Garrel (Kurt-Tucholsky-Schule in Altona), Dirk Krämer (Stadtteilschule Altrahlstedt) sowie Alexander Lemke (Stadtteilschule Bergedorf) als stellvertretende Schulleitungen bestellt. Wir heißen die „Neuen“ herzlich willkommen!

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