Foto: © www.colourbox.de

Haushaltsberatungen: Rückenwind für Hamburgs Schulen –
mehr Lehrkräfte, mehr Geld für Schulbau

Bei den Haushaltsberatungen des Senats wurde der Haushalt der Schulbehörde um rund 300 Millionen Euro erhöht. Bildungssenator Ties Rabe ist mit der Entwicklung zufrieden: "Die Schulbehörde startet mit viel Rückenwind in die nächsten beiden Haushaltsjahre 2019 und 2020. Das Wachstum der Schülerzahlen wird auch künftig vom Senat voll finanziert: mit mehr Lehrkräften, mehr Pädagogen, mehr Mitteln für den Schulbau und mehr Mitteln für die sozialen Leistungen. Die hohe Qualität des Hamburger Schulsystems ist damit auch künftig gesichert. In vielen Bereichen wird die Qualität sogar deutlich gesteigert."

Der Haushaltsplan-Entwurf sieht für die Schulbehörde für 2019 gegenüber 2018 eine Steigerung von rund 300 Millionen Euro vor. Die Haushaltsentwicklung der Schulbehörde wird allerdings dadurch verzerrt, dass rund ein Drittel der Zuwächse buchungstechnische Gründe hat: Die so genannten Rückstellungen für die Pensionskosten der verbeamteten Lehrkräfte wurden erhöht. Auch die noch ausstehenden Tariferhöhungen wurden berücksichtigt. Zudem wurden rund zehn Millionen Euro von der Sozialbehörde auf die Schulbehörde übertragen, weil die Schulbehörde künftig die bisher von der Sozialbehörde finanzierten Aufgaben der Schulbegleitung übernimmt.

Rund 200 Millionen Euro werden eingesetzt, um die Qualität von Schule und Unterricht zu verbessern und die steigenden Schülerzahlen abzufedern. Rund 100 Millionen Euro zusätzlich bekommt die Schulbehörde, um den erheblichen Anstieg der Schülerzahlen mit zusätzlichen Pädagogen und weiteren Leistungen zu finanzieren. In diesem Zusammenhang werden auch die Mietmittel für den Schulbau noch einmal um rund 46 Millionen Euro in 2019 und weitere 19 Millionen Euro in 2020 gesteigert. Diese zusätzlichen Mittel sollen auch eingesetzt werden, um die besonderen Herausforderungen der neuen Ganztagsangebote und der Inklusion im Schulbau zu verankern. Insgesamt steht damit für den Schulbau der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (Neubau, Sanierung und Instandhaltung) die Rekordsumme von insgesamt rund 720 Millionen Euro Millionen Euro in beiden Schuljahren zur Verfügung.

Zusätzlich wird die Qualität von Schule und Unterricht mit rund 50 Millionen Euro deutlich verbessert: Schritt für Schritt werden rund 15 Millionen Euro für mehr Personal und mehr finanzielle Mittel zur Verbesserung der Ganztagsangebote bereitgestellt. Schritt für Schritt werden rund 25 Millionen Euro für mehr Personal und mehr finanzielle Mittel zur Verbesserung der Inklusion bereitgestellt. Aus diesem Betrag werden unter anderem rund 300 zusätzliche Stellen für Pädagogen an den Schulen finanziert. Von Anfang werden rund vier Millionen Euro für mehr Unterrichtsstunden in den Klassenstufen 5 bis 10 an den Stadtteilschulen bereitgestellt. Damit werden unter anderem rund 50 zusätzliche Lehrkräfte finanziert. Rund 1,5 Millionen Euro werden zur Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze in der zweiten Phase der Lehrerausbildung zur Verfügung gestellt. Damit soll die Zahl der Ausbildungsplätze um 135 auf 990 angehoben werden. Senator Rabe: "Das ist ein guter Tag für Hamburgs Schulen. Ich freue mich sehr, dass Schule und Bildung weiterhin im Haushalt der Hansestadt eine überragende Bedeutung haben."

 

nach oben

Foto: © www.colourbox.de

Aktuelle Umfrage zu digitalen Medien im Unterricht:
Hamburgs Schulen sind gut ausgestattet

Das Lehren und Lernen mit digitalen Medien gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das Bildungssystem der Hansestadt sorgt dafür, dass Schülerinnen und Schüler mit digitalen Medien arbeiten und lernen können. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass Hamburgs staatliche allgemeinbildende Schulen gut ausgestattet sind: Rund 30.000 Computer - sogenannte digitale Endgeräte - kommen derzeit im Unterricht zum Einsatz, etwa ein Drittel davon sind Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs. Hinzu kommen über 5.600 computergestützte interaktive Tafeln, sogenannte White Boards, sowie rund 1.600 mobile Beamer. An der Online-Umfrage haben 318 der insgesamt 338 allgemeinbildenden Schulen teilgenommen.

Auch im Bundesvergleich sind Hamburgs Schulen in puncto digitale Medien gut aufgestellt. Als erstes Bundesland erprobt Hamburg an sechs Pilotschulen den BYOD-Unterricht (Bring Your Own Device), bei dem Schüler ihre eigenen digitalen Endgeräte nutzen dürfen. Außerdem wurde die Netzwerk-Infrastruktur ausgebaut, sodass alle staatlichen Hamburger Schulen breitbandig an das schnelle städtische Glasfasernetz angebunden sind. Jetzt geht es darum, alle Schulen schrittweise mit WLAN auszustatten. Mit der Änderung des Hamburgischen Schulgesetzes wurde zudem die Grundlage für eine rechtssichere Nutzung von Lernplattformen geschaffen.  

nach oben

Foto: © BSB

Schulcampus Struenseestraße:
Planungsgruppe gegründet – neue Homepage informiert

Am S-Bahnhof Königstraße in Altona soll ein neuer Schulcampus - der Schulcampus Struenseestraße -  entstehen. Das rund 30.000 Quadratmeter große Schulgelände bietet Platz für zwei Gymnasien, eine Grundschule und einen Jugendclub. Die drei Schulen sollen architektonisch hochwertig gestaltet werden und sowohl eigene als auch gemeinsam genutzte Gebäudebereiche bekommen. Durch die komplexe Bauplanung wird sich jedoch das Vorhaben um zwei Jahre verzögern: Statt wie geplant zum 1. August 2020 werden die Schulen voraussichtlich erst Mitte 2022 fertig. Diese Verzögerung hatte im Vorfeld zu Kritik und Elternprotesten geführt. Die Schulbehörde hatte daraufhin zum Dialog eingeladen. In konstruktiven Gesprächen konnten Missverständnisse geklärt und Ängste genommen werden. Und: Eine neu gegründete gemeinsame Planungsgruppe soll künftig für Transparenz sorgen.

Von Behördenseite aus gehören neben Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack die regionale Schulaufsicht, die zuständigen Experten der Abteilung Schulentwicklungs- und Standortplanung sowie Vertreter von Schulbau Hamburg zur Arbeitsgruppe, außerdem Eltern, Schüler- und Lehrervertreter sowie Schulleitung und stellvertretende Schulleitung. Geplant sind regelmäßige Treffen, an denen gemeinsam die nächsten Schritte erörtert werden sollen. Darüber hinaus wurde eine neue Homepage» eingerichtet, die Altonas Eltern sowie die interessierte Öffentlichkeit über einzelne Planungsschritte und über den Fortschritt des Bauprojekts auf dem Laufenden halten wird. 

Aktuell überarbeitet Schulbau Hamburg die Planungen mit dem Ziel, dass die neuen Schulen in jedem Fall in der zweiten Jahreshälfte 2022 bezugsfertig sind. Zum Schulcampus gehört das „Struensee-Gymnasium“, das wegen stark steigender Schülerzahlen im Altonaer Kerngebiet bereits im Schulentwicklungsplan 2012 projektiert wurde und im August 2016 an den Start ging – in den zuvor von der Stadtteilschule am Hafen genutzten Gebäuden am S-Bahnhof Königstraße. Der zweite Schulneubau auf dem Campus ist das Deutsch-französische Gymnasium (DFG), ein Gemeinschaftsprojekt Hamburgs und der französischen Regierung, die dritte Schule ist die „Ganztagsgrundschule an der Elbe“.

Mehr Information»

nach oben

Foto: © www.colourbox.de

Verfassungsbeschwerde von Lehrern abgelehnt:
Streikverbot für Beamte bleibt

Für Beamte gilt auch weiterhin ein generelles Streikverbot. Das Bundesverfassungsgericht hat am vergangenen Dienstag die Klage von vier beamteten Lehrkräften aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zurückgewiesen, die sich an Streiks beteiligt und dafür Disziplinarstrafen bekommen hatten. Ihre anschließende Verfassungsbeschwerde fand bei den Karlsruher Richtern kein Gehör. Mit dem Urteil steht nun fest, dass das Streikverbot für Staatsdiener bestehen bleibt. Beamte dürfen nicht für bessere Arbeitsbedingungen oder höhere Besoldung streiken. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte sich dafür eingesetzt, das Streikverbot aufzuweichen und auf Beamte mit rein hoheitlichen Aufgaben zu begrenzen.

nach oben

Siegerehrung mit Bürgermeister Peter Tschentscher (r.). Foto: © Schule Sander Straße

Deutscher Schulsportpreis 2017/2018:
Schule Sander Straße in Bergedorf auf dem ersten Platz

Gemeinsam sind sie nicht nur stark, sondern auch sportlich: Die Schule Sander Straße und ihr Kooperationspartner im Ganztag, die TSG Bergedorf von 1860 e.V., haben den Deutschen Schulsportpreis 2017/2018 gewonnen. Die Auszeichnung wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Deutschen Sportjugend (dsj) vergeben. Schulleiter Marco Fritzler: „Der 1. Preis bedeutet  für uns als Schule die besondere Würdigung und Anerkennung für die vorbildliche Kooperation zwischen der Schule Sander Straße und der TSG Bergedorf, die inzwischen sechs Jahre besteht und die sich für beide Seiten von Beginn an als eine reine Erfolgsgeschichte entwickelt hat.“ Mit dem Sieg verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, das die Schule unter anderem in neue Fahr- und Spielgeräte für die aktive Pause investieren will. 

Der diesjährige Wettbewerb wollte erprobte und nachhaltig wirkende Projekte im Bewegungs-, Spiel- und Sportbereich auszeichnen, die das Thema „Teilhabe und Vielfalt“ aufgreifen und damit einen positiven Einfluss auf die Kultur des respektvollen Umgangs ausüben. Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend Jan Holze verriet, womit Schule und Sportverein punkten konnten: „Die Schule Sander Straße und die TSG Bergedorf meistern gemeinsam eine große Herausforderung, denn die Schülerschaft ist sehr heterogen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass die Schule und der Verein jeder Schülerin und jedem Schüler und seinen Fähigkeiten gerecht werden will und diese in ihrer Entwicklung unterstützt.“

Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative und bewährte Projekte auszuzeichnen, die auch anderen Schulen und Sportvereinen Anregungen für eigene Vorhaben bieten sollen. Teilnahmeberechtigt sind Schulen aller Schulformen sowie alle kooperierenden Sportvereine. Eine Jury aus Experten des DOSB und der dsj, der Kommission Sport der Kultusministerkonferenz sowie der Wissenschaft befassen sich mit den Bewerbungen. Der zweite Preis (3.000 Euro) ging in diesem Jahr an die Regenbogenschule aus Dormagen, den dritten Preis und damit 2.000 Euro erhielt das Otto-Schott-Gymnasium aus Mainz.

Mehr Information»

nach oben

Cem Güvercin und Daran Niehus vor "ihrem" Bus. Foto: © Cläre Bordes

Kunst auf Rädern:
Zwei Eltftklässler gewinnen Paintbus-Wettbewerb 2018

Zwei Elftklässler vom Wirtschaftsgymnasium Am Lämmermarkt haben den Paintbus-Wettbewerb 2018 gewonnen. Von den insgesamt 548 eingereichten Entwürfen überzeugte der Vorschlag von Cem Güvercin und Daran Niehus die Jury am meisten. Passend zum diesjährigen Motto „Unter Strom“ entwarfen die Schüler vor einem leuchtend grünen Hintergrund Lötlinien, die sich in die Hamburger Skyline verwandeln. Der Siegerentwurf prangt jetzt auf einem Linienbus, der mindestens ein Jahr lang auf verschiedenen Strecken im Hamburger Westen eingesetzt wird. Weitere 48 Entwürfe aus Hamburger Schulen sind aktuell noch im Museum für Arbeit in Barmbek zu bewundern.

Seit 2000 ruft die Schulbehörde in Kooperation mit der Schulberatung des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) alle zwei Jahre den Wettbewerb zur Gestaltung der Außenfläche eines Hamburger Linienbusses auf. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 13. Bisher wurden insgesamt 30 Paintbusse von Hamburger Schülern gestaltet. In diesem Jahr haben Schüler aus 34 Schulen Gestaltungsentwürfe eingereicht.

nach oben

Foto: © www.klimawoche.de

Aktuelles: 10. Hamburger Klimawoche – neue „Hamburg macht Schule“ - Aktion „Kinder laufen für Kinder“

• Das Klima erforschen im schwimmenden Klassenzimmer auf der Alster, Save the Planet-Märchen lauschen in der Markthalle oder einen Workshop zum ökologischen Fußabdruck auf 200 Quadratmeter Außenfläche besuchen – das sind einige der Angebote für Schulklassen und Kitas auf der 10. Hamburger Klimawoche. Das Bildungsprogramm der Hamburger Klimawoche lockt vom 24. bis 28. September mit kostenlosen Workshops und Exkursionen zu Themen rund um Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Lehrkräfte und Erzieher können sich ab sofort online» anmelden. Öfter mal draufschauen lohnt sich – es kommen stetig neue Workshops und Exkursionen hinzu.

• Die aktuelle Ausgabe von „Hamburg macht Schule“ (2/2018), Hamburgs Zeitschrift für Lehrkräfte und Elternräte, legt den Schwerpunkt auf das Thema „Üben“. In früheren Jahrhunderten war es üblich, das Üben im Unterricht auf korrektes Wiederholen im Klassenverband hin auszurichten, heutige Ansätze des Übens sind mehr auf die Vertiefung von Wissen und Können gerichtet. In Beiträgen aus den Schulen werden verschiedene Varianten und Funktionen des Übens sichtbar. Weitere Themen: Kooperation Lehrerbildung zwischen Malawi und Hamburg, BarCamp: Schule im digitalen Wandel,  Zehn Jahre Hamburger Netzwerk Ganztag. Das Heft ist an Hamburgs Schulen erhältlich und steht ab sofort als Download» zur Verfügung.

• Startschuss für die bundesweite Aktion „Kinder laufen für Kinder“: Das Projekt eignet sich gut für einen Sport- oder Wandertag oder eine Projektwoche und kann auch im Rahmen eines Projektseminars der gymnasialen Oberstufe eingesetzt werden. Die Teilnehmer können aus drei Themenbereichen ihr passendes Schul-Spendenprojekt auswählen. Zentrales Thema für das Schuljahr 2017/18: Gesundes und ganzheitliches Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und der Welt. Bis heute haben rund 767.000 Schüler teilgenommen, es wurden fast drei Millionen Kilometer gelaufen und 6,8 Millionen Euro Spendengelder gesammelt. Schirmherr der Veranstaltung ist Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe. Mehr Information»

nach oben